Montagsfrage – KW42/2018

Guten Morgen ihr Lieben!

Und schon wieder klopft eine Woche an die Tür… Ich hoffe, dass ihr alle ein tolles Lesewochenende und eventuell sogar grandiose Messetage in Frankfurt hattet. Ich war ja dieses Jahr leider nicht dabei und auch zum Lesen bin ich die letzten Tage nicht wirklich gekommen. Mal sehen, ob ich meine Planung für diesen Monat überhaupt schaffen werde. In Sachen Rezensionen bin ich momentan auch etwas schreibfaul, aber ich denke, dass ich bald wieder in den Flow komme. Passend dazu gibt es heute sogar eine spannende Montagsfrage auf Antonias Blog „Lauter&Leise“.

Unbenannt

Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?

Eine gute und äußerst interessante Frage! Es gibt in der Tat Menschen, die denken, dass Blogs nur reine Werbeplattformen sind und Blogger alle Bücher immer in den Himmel loben und keine Kritik üben können. Ich muss gestehen, dass es auf meinem Blog viele positive Rezensionen gibt, aber ich scheue mich auch nicht, kräftig meine Meinung zu sagen, wenn mir ein Buch so gar nicht gefällt.

Bin ich nun einfach zu unkritisch oder habe ich ein gutes Händchen bei meiner Buchauswahl? Generell suche ich mir natürlich vorwiegend Bücher aus, von denen ich glaube, dass sie mir gefallen. Meistens habe ich dabei wirklich ein glückliches Händchen und es gibt entsprechend eine gute Rezension von mir. Manchmal kann mich ein Buch aber auch nicht überzeugen, obwohl mich das Cover und der Klappentext angesprochen haben und dann schreibe ich natürlich eine negative Rezension. Oft habe ich das Gefühl, dass es sogar einfacher ist, ein Buch zu kritisieren.

Doch warum gibt es dann nur so wenig schlechte Kritik auf meinem Blog. Vorab muss ich sagen, dass ich nicht zu jedem gelesenen Buch eine Rezension verfasse. Zeitlich würde ich es auch gar nicht schaffen, wirklich alle Bücher zu rezensieren. Oftmals gelingt es mir auch nicht, meine Begeisterung oder Abneigung einem Buch gegenüber in eine ansprechende Rezension zu verpacken. Schließlich möchte ich immer fundiert meine Meinung begründen. Lesen und Bloggen sind schließlich meine Hobbies und nicht mein Hauptberuf. Ich möchte mit euch meine Leidenschaft teilen und das folgt nicht immer einem straffen Zeitplan. Außerdem greife ich, wie schon erwähnt, zu Büchern, die mir gefallen könnten. Wieso sollte ich auch ein Buch lesen, von dem ich sicher weiß, dass es mir nicht gefällt. Nur damit ich am Ende eine kritikreiche Rezension verfassen kann und meine Positiv-Negativ-Statistik aufhübsche? Ich glaube, damit ist keinem gedient. Ich möchte meine begrenzte Lesezeit mit Büchern verbringen, die mich unterhalten, mir ans Herz gehen und mir Freude bereiten.

Sollte man sich also überhaupt darüber streiten, wie ein Blog auszusehen hat und welche Art von Rezension man veröffentlichen muss? Kann man die Qualität eines Blogs und des dahinterstehenden Bloggers wirklich an Hand der Anzahl an positiven und negativen Rezensionen beurteilen? Ich finde, dass jeder bloggen darf und sollte, wie er möchte!

Ich könnte jetzt noch ewig zu diesem Thema weiterschreiben, aber das würde wohl den Rahmen dieser Montagsfrage sprengen ;) Antonia hat wirklich tolle Denkanstöße geliefert und es ergeben sich noch so viele interessante Fragen, über die man diskutieren könnte. Macht man einen Unterschied bei Rezensionsexemplaren, gibt es einen Zusammenhang zwischen Bloggröße und Kritikbereitschaft, drückt man bei gewissen Autoren öfter ein Auge zu, usw….

Ich bin sehr an eurer Meinung zu dem Thema interessiert! Würdet ihr euch als kritischen Blogger bezeichnen oder teilt ihr bevorzugt nur positive Rezensionen. Ich freue mich auf eure Kommentare und einen regen Austausch :)

Habt eine tolle Woche!

Eure Kathi

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12 Gedanken zu “Montagsfrage – KW42/2018

  1. Hey Kathi,

    ich kann dir in allem zustimmen. Die Qualität eines Blogs misst sich meiner Ansicht nach nicht daran, wie viele positive Rezensionen erscheinen, denn wie du schon erwähntest, wählen wir alle hauptsächlich Bücher aus, von denen wir annehmen, dass sie uns gefallen. Die Frage ist doch, wie fundiert die Rezension geschrieben ist. Kann der Blogger/die Bloggerin begründen, warum er/sie ein Buch mochte oder nicht? Wird nur aufgezählt oder die Leseerfahrung tatsächlich erörtert? Dadurch finde ich es nicht tragisch, wenn auf Buchblogs die positiven Meinungen überwiegen. Das ist bei mir ebenfalls so, allerdings habe ich keinerlei Hemmungen, einen Verriss zu schreiben, wenn es nötig ist. Schließlich bin ich meinen Followern eine ehrliche Einschätzung schuldig.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

    Gefällt 1 Person

    1. Juhu Elli,

      ich habe auch keine Hemmungen so richtig meinen Frust über ein Buch abzulassen. Manchmal merke ich nur, dass ich zu manchen Büchern gar nicht so viel zu sagen habe, egal ob gut oder schlecht und es dann keine Rezension gibt. Ich denke, wenn ich wirklich streng jedes Buch rezensieren würde, dann gäbe es bei mir auch viel ehr negative Rezensionen. Aber so lange jeder macht, was ihm Spßa macht, ist alles gut :)

      LG Kathi

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  2. Liebe Kathi,
    ich verstehe meinen Blog als Büchertagebuch, in dem die meisten meiner gelesenen Bücher einen Platz finden. Mir macht das Schreiben von positiven und negativen Rezensionen Spaß, allerdings muss ich zugeben, dass es mir leichter fällt ein Buch zu kritisieren als es in den Himmel zu loben.
    Bei Rezensionsexemplaren bin ich stets ehrlich, was auch schon dafür sorgte, dass ich eine Fortsetzung nicht bekam, da die Rezension des Vorgängers wohl nicht positiv genug war. Das war aber auch okay, kaufen kann ich mir das Buch ja auch =)
    Alles Liebe,
    Janika

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    1. Juhu Janika,

      da bin ich auch voll bei dir. Gerade bei Rezensionsexemplaren wird uns ja mal vorgeworfen, dass wir immer gut bewerten. Bei mir hat mal eine Autorin sehr beleidigt reagiert, weil mir ihr zweites Buch so gar nicht gefallen hat. Aber ich habe meine Meinung und vertrete die dann auch!

      Ich glaube, es fällt allgemein leichter zu kritisieren als zu loben. Trotzdem bin ich froh, dass ich sehr oft Bücher erwische, die mir wirklich gefallen :)

      Danke für deinen Kommentar!

      LG Kathi

      Gefällt 1 Person

  3. Na ja, da ich selbst ganz frei darüber entscheiden kann, was ich lese, fällt meine Wahl natürlich ausschließlich auf Titel, die ich nach reiflicher Überlegung (und dem Lesen der Leseprobe) gekauft habe. Daher mache ich nicht mehr so oft ganz schlechte Erfahrungen. Es sind hin und wieder Bücher dabei, die ganz nett sind, und das erwähne ich auch, aber so richtig viele Fehlgriffe gibt es nicht mehr. Und zugegebenermaßen kann ich auch einen flachen Liebesroman genießen, wenn er genau das ist, was ich gerade brauche. ;-) ;-)

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    1. So bin ich auch! Bevor ich mir ein Buch kaufe, steht es manchmal sehr lange auf meiner WuLi. Ich recherchiere gern ausgiebig im Vorfeld, damit ich mir so sicher wie möglich sein kann, ob es mir gefällt oder nicht. Manchmal ist es dann doch ein Griff ins Klo, aber dann sage ich meine Meinung auch ;)

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      1. Oh, die WuLi – ellenlang ist meine! Aber das Gute ist, dass auch immer wieder einmal Titel runterfliegen, wenn ich merke, dass es einfach nicht mehr mein Thema ist, dass ich zu alt bin für diese Teenagerdramen, dass sich meine Interessen geändert haben.

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