Renée Ahdieh – Das Herz aus Eis und Liebe

Achtung Spoilergefahr! „Das Herz aus Eis und Liebe“ ist der finale Band der Samurai-Dilogie. Meine Rezension zum Vorgängerband „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ findet ihr hier.

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©One by Bastei Lübbe

 

Titel: Das Herz aus Eis und Liebe

Autor: Renée Ahdieh

Verlag: One by Bastei Lübbe

Seiten: 424 Seiten

Genre: Romance/Fantasy

 

 

Inhalt:

Nach einem unerbittlichen Kampf gegen die kaiserlichen Truppen ist der Schwarze Clan zerschlagen. Clananführer Okami wurde gefangen genommen und auch Mariko muss sich nun ihrem Schicksal ergeben. Gemeinsam mit ihrem Bruder reist sie an den kaiserlichen Hof nach Inako, um dort ihren Platz als Braut des Prinzen einzunehmen. Doch Prinz Raiden und der Kaiser begegnen ihr mit Argwohn. Während Mariko versucht sich als ahnungsloses Opfer des Schwarzen Clans auszugeben, verstrickt sie sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen und Palastintrigen. Kann es ihr gelingen, ihre wahre Liebe Okami aus den Händen des Kaisers zu befreien, ohne sich selbst in tödliche Gefahr zu begeben?

Cover:

Ich finde es sehr schön, dass das Cover das Spiegelbild des ersten Bandes ist. Für die Gestaltung wurden dieses Mal zarte Blautöne gewählt, die sehr schön mit den Vögeln und Bergen im Hintergrund harmonieren. Zusammen geben beide Bücher ein wirklich schönes Bild ab.

Meinung:

Nach dem nervenaufreibenden Ende von „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ konnte ich den finalen Band der Dilogie kaum abwarten. Schon ab der ersten Seite war ich wieder im alten Japan. Renée Ahdieh punktet bei mir erneut mit ihrem poetischen und zauberhaften Schreibstil. Bei ihr macht das Lesen einfach Spaß. Alle offenen Fragen aus dem ersten Band werden geklärt und ebenso alle losen Handlungsstränge zu einem runden Ende verknüpft. Obwohl die Story in sich wunderbar abgeschlossen ist, leidet der Plot unter dem zu schwachen Spannungsbogen. Während sich „Das Mädchen aus Feuer und Sturm“ durch eine sehr actiongeladene und temporeiche Handlung auszeichnet, entwickelt sich die Geschichte in „Das Herz aus Eis und Liebe“ eher schleppend. Renée Ahdieh hat das Hauptaugenmerk meiner Meinung nach zu sehr auf die Intrigen am kaiserlichen Hof gelegt, die insgesamt eher in einem langweiligen Gewand daherkommen. Auch die wechselnden Erzählperspektiven konnten keine wirkliche Spannung kreieren, weil sich die Figuren dieses Mal zu stark mit sich und ihren eigenen Gefühlen auseinandergesetzt haben. Ich finde es schade, dass die Autorin hier nicht das volle Potential ausgeschöpft hat, um den Plot inhaltlich viel zügiger voranzutreiben. Schön hingegen ist wieder das ausführliche Glossar am Ende des Buches, das die wichtigsten Begriffe aus der Welt der Samurai erklärt.

Zum Glück punktet Renée Ahdieh auch mit ihrem Charakterdesign. Mariko ist eine starke und mutige Protagonistin. Sie bleibt einfach ihrer Linie treu und verfolgt eisern ihre Ziele. Ich habe sie wirklich lieb gewonnen und gern auf ihrem letzten Abenteuer begleitet. Auch alle anderen Charaktere bekommen in diesem Band mehr Tiefe und durchleben teils sehr interessante Entwicklungen.

Fazit:

„Das Herz aus Eis und Liebe“ ist ein solider Abschluss der Samurai-Dilogie. Leider kann der Plot nicht mit dem starken Vorgängerband mithalten. Dennoch überzeugt mich Renée Ahdieh mit ihren tollen Figuren, dem traumhaften Setting und ihrem unvergleichlichen Schreibstil. Trotz des kleinen Storymankos wurde ich gut unterhalten und vergebe somit 4 Ananas.

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